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Es war im Dezember 2008, als Bertrand Njoume seine Idee zusammen mit seinen Freunden Bernd Schock und Roland Bischof verwirklichte und in Mfou-Kamerun den FC IDIBA aus der Taufe hob. Anfangs war es eine Reaktion auf die Einführung von Gebühren an den Fußballakademien des Landes, denn damit wurde nicht mehr den Besten, sondern nur den Besten Reichen die Möglichkeit der Weiterentwicklung gegeben. Der FC IDIBA sollte für alle da sein - Qualifikationskriterien sind ausschließlich Talent und Fleiß. In 5 Jahren, so die Vision, soll der erste Nationalspieler Kameruns seine Chance hier gefunden haben - auch ohne eigene finanzielle Mittel.

Fortan soll der Verein für die Chance des Aufstiegs stehen und noch viele Träume verwirklichen!

Am Tag der Anmeldung gab es nur 15 hoffnungsvolle Jugendliche und eine große Idee - doch schon am nächsten Tag stürmten über 40 Fußballbegeisterte den provisorischen Fußballplatz, inzwischen wissend, dass den Besten die Chance winkt, in Europa vorzuspielen. Für diese Möglichkeit sorgte einer der drei Gründer, der mit seinem Unternehmen auch Fußballstars wie z.B. den deutschen Nationalspieler Torsten Frings betreut und mit diesen Kontakten dem Projekt hilft. Bertrand Njoume, selbst ehemaliger Fußballer in Kamerun, sprach alte Wegbegleiter an und verpflichtete mit dem ehemaligen Zweitligatrainer Samuel Moussongo und Bernard Mbella noch zwei weitere Unterstützer der Idee als Scout und Trainer. Die Spieler laufen, teilweise barfuss, über 5 km täglich zum Training. Doch das tut der Begeisterung keinen Abbruch, denn gemeinsam sind sie nun Teil einer großen Idee, die allerdings noch ganz am Anfang steht.

Trikots müssen her, Bälle, Equipment, eine Internetseite und, falls irgend möglich, ein "Mannschaftsbus". Dafür haben sich die Betreuer sogar überlegt einen Fahrservice unter der Woche einzurichten, um so das Geld für die Kosten der Auswärtsfahrten selbst zu verdienen. Zurück in Deutschland geht es nun los: Freunde, Bekannte, Geschäftspartner ansprechen. Wer unterstützt diese Idee, die - durch zusätzliche helfende Hände - inzwischen auch in Deutschland langsam ernst genommen wird.

Die engagierten Designerinnen Maike Verloh (Metadesign) und Kerstin Porges (unlimited communications) halfen gemeinsam beim Entwurf des Logos - denn authentisch musste es sein. Es sollte alles wiederspiegeln - vom "uprise", dem Sonnenaufgang, Kamerun, Hoffnung, Fußball(-gott) und am Besten noch Bob Marley und den Mont Manengouba und gleichzeitig vereinfachen und auch später umsetzbar sein. Budgetschonend, denn noch gibt es keine finanzielle Unterstützung und wird ausschließlich privat finanziert.

19.01.2009
Erst acht Wochen seit der ersten Idee und gute vier Wochen seit Gründung und ein Blick zurück zeigt: es ist viel passiert in der Zeit, in der andere ihren Winterurlaub verbrachten. Und es lohnt sich. Bertrand Njoume berichtete von vielseitigen Reaktionen - nicht nur aus Kamerun. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Buschfeuer - selbst ein kamerunischer Fußballprofi, derzeit in der französischen Liga spielend, fragte nach, was denn da gerade in seinem Land passiert. Interesse und Fürsprache auch von anderen Fußballprofis, die den Sprung aus Kamerun geschafft haben. Auch sie haben ihre Wurzeln nicht vergessen und haben bereits unterstützende Worte gefunden. Die Idee lebt! Bertrand Njoume entschließt sich Anfang Februar wieder nach Kamerun zu fliegen, um das Projekt weiter voran zu treiben und Roland Bischof sagt kurzerhand zu, sich um die erforderliche Ausstattung des Teams wie z.B. Trikots, Hosen etc. selbst zu kümmern. Somit hat der FC IDIBA nun mit der presented by gmbh (das Unternehmen gehört Roland Bischof) seinen ersten Sponsor. Alle sind sich einig: Das gibt einen weiteren Motivationsschub und zeigt allen Beteiligten vor Ort, wie ernst das Projekt auch in Deutschland genommen wird.

Fortsetzung folgt...

Nun gilt es weitere Förderer zu finden. Unsere Hoffnung: Gerade für große Unternehmen sollte es mit Blick auf die FIFA WM 2010 spannend sein, neben dem internationalen Großereignis die innovativen und kleineren Ansätze wie unseren FC IDIBA zu fördern. Als Zeichen dafür, dass man auch die Besonderheiten des afrikanischen Kontinents sieht, seine Träume und seine Kräfte sieht. Guten Fußball langfristig in Afrika aufbauen - das wollen wir hier in Kamerun. Und das sollte doch auch Anliegen eines jeden WM-Sponsors sein!

 
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